Piratenpartei(en) – Nun auch ein Ableger bei uns
Wie bereits in anderen Ländern, wie Belgien oder den USA wird nach schwedischem Vorbild nun auch in Deutschland versucht eine “Piraten Partei” zu gründen.

Das Logo der deutschen Piraten Partei
Die schwedische Piraten Partei, welche Anfang 2006 gegründet worden ist, setzt sich unter anderem für eine drastische Verkürzung der Copyrightfristen sowie die Legalisierung von Filesharing ein. (Nachlesen kann man das z.B. unter Prinzipien. Laut dem Gründer Rick Flakvinge Rickard Falkvinge werden in Schweden ca. 20% durch das Nutzen eines Filesharingtools kriminalisiert, was ein ernstzunehmendes Wählerpotential dar stellt.

Das Logo der französischen Piraten Partei
Nachdem auch hier bei uns der Aufschrei nach Datenschutz, Abschaffung bzw. starke Abschwächung des Urheberrechts und massenhafte Anzeigen gegen die Nutzer z.B. des eDonkey-Netzes, immer größer wird, befindet sich nun die deutsche Piraten Partei im Aufbau. Zur Zeit leider “nur” über ein Forum zu erreichen, wo täglich über die Bereiche Struktur, Umsetzung, Ziele usw. diskutiert wird.

Das Logo der belgischen Piraten Partei
Schaut man sich die Forderungen der Musikindustrie hier oder auch in anderen Ländern an, wo sich Musiker schon explizit von ihren Labels distanzieren, weil diese gegen “Raubkopierer” vorgehen, so kann es einem schon den kalten Angstscheiß auf die Stirn treiben. So fordert zum Beipiel die Sony BMG Deutschland ein Verbot von “intelligenter Aufnahmesoftware”, die Radiostreams und ähnliche Angebote direkt nach Interpreten durchsucht oder auch die Songs direkt einzelnd als MP3-Datei lokal bei den Usern speichert. Ferner wird ebefalss von Sony BMG Deutschland das Recht auf eine Privatkopie nur noch für die eigenen Medien gefordert, so das Eltern von drei Kindern zukünftigt jede CD dreimal anschaffen soll. Der Britischer Phonoverband (BPI) seinerseits, der aktuell auch eine Klage gegen “allOfMP3″ vorbereitet (den link darf ich aus juristischen Gründen leider NICHT setzen!), forderte indes von den Internet-Service-Provider Tiscali und Cable & Wireless die vollständige Sperrung von insgesamt 59 Usern gefordert, da diese “illegales Filesharing” betreiben sollen.

Das Logo der italienischen Piraten Partei
Angesicht solcher Vorgehen und Entwicklungen kann man wohl gar nicht mehr mit gutem Gewissen verkonsumieren. Eine CD kaufen, bei der Entwicklung? Nein. Eine CD von Freunden brennen und dann dafür evtl. noch vor Gericht? Nicht wirklich.
Bleibt eigentlich nur noch abzuwarten, wann das nachträgliche singen oder summen eines Songs unter Strafe gestellt wird.
Es geht nicht darum, dass wir gläserne Menschen werden, es geht nur noch um den Grad unserer Transperenz.
Zum Abschluss wünsche ich der deutschen Piraten Partei noch “Viel Glück”.
Hier eine Liste der bisherigen Piraten Parteien:







Sorry Stulle, Rickard Falckvinge heist er.
Und nochwas, man weise auf das bestreben der Briten hin, eine Art Beugehaft einzuführen. Nur um bei verschlüsselten Daten die herausgabe des Passworts zu erzwingen. Dies scheiterte nur weil die Banken was dagegen hatten.
Aber schön Dein Forum gefunden zu haben, war nur ein kleiner Ausflug hierher, google- Suchergebniss 100, hab nur mal piratenpartei eingegeben und mich für die Blogs interresiert.
An alle anderen, auf in unser Forum, Website dauert noch ca. 2 Wochen mit Mirror usw..
Arrrgh!!
PS.:Lustig dieser Test, hahahahahaha
Hallo USAInter,
danke für den Hinweis, wenn wir unsere Namensversionen mischen, erhalten wir auch die richtige Schreibweise, da er Rickard Falkvinge heißt.
Ich habe es aber nun, wie man sieht, angepasst.
Das mit den Briten ist richtig, leider muss man ja nun auch darauf hinweisen, das in Frankreich die Situation vollends gekippt ist, statt eines SEHR liberalem Urhebergesetzs erhalten die Franzosen nun eines der schärfsten überhaupt: Strafen von mehreren Jahren Gefängnis oder 300.000 EUR Strafe sind angesetzt.
LG Stulle