AIDA – Ein Traum zum Feuerspucken

Da ich ja schon ein paar Jahre mit dem Feuer spiele, wollte ich Euch meine Entdeckung vom letzten Jahr nach ausführlichen Praxistests nicht vorenthalten.

Nachdem mein wöchentlicher Durchsatz an Pyrofluid, wie es immer wieder so schön genannt wird, auf wöchentlich locker 20-30 EUR anwuchs, hatte ich letztes Jahr damit begonnen, mich mit dieser ominösen Flüssigkeit ein wenig genauer auseinander zu setzten.

Das Resultat war schockierend ernüchternd. Im Großen und Ganzen handelt es sich auch hierbei um eine gereinigte Parafinölvariante.

Danach habe ich mal versucht heraus zu bekommen, ob es eigentlich irgend Etwas nicht giftiges gibt. Wie ich vermutet hatte gab es ausser Bärlapp-Sporen (Lycopodium clavatum) nichts, was nicht min. giftig wäre. Die meisten chemischen Verbindungen sind sogar sehr giftig und haben verherende WIrkungen auf den Körper, falls man kleinste Mengen schluckt oder gar einatmet.

Also noch einmal in aller Deutlichkeit: das Feuer spucken mit Alkohol, Benzin, Petroleum und allen anderen Flüssigkeiten ist gefährlich. Die chemischen Substanzen sind (sehr) giftig und können durch die Kriecheigenschaften von Ölen sehr tief in die Lunge eindringen, von wo unser Körper sie alleine nicht mehr entfernen kann.

Da ich aber mit Bärlapp-Sporen überhaupt nicht zu recht kam, suchte ich noch ein wenig weiter in den Weiten des WorldWideWeb und fand einen Versandhandel, der auch hochgereinigtes
Petroleum (Paraffinöl)
in annehmbaren Größenordnungen anbot. (So ein 20l Kanister reizt mich schon seit geraumer Zeit.)

Gesagt getan und sofort angerufen. Der Herr mit den ich bei STUGA-CABAÑA sprach war freundlich, allerdings sehr erstaunt darüber, als ich gewisse Fragen über die aromatischen Kohlenwasserstoffe in dem Parafinöl stellte. Als er nachfragte, ich glaube übrigens, dass es sich hierbei um den Inhaber Herrn Dipl.-Forstwirt Jürgen Breidenstein handelte, und ich ihm mitteilte, dass ich das Parafinöl zum Feuer spucken nehmen wollte, war er glaube ich richtig erstaunt.

Nach ca. 3 Tagen hatte ich dann trotz Feiertag meine beiden 5l Kanister, was sich später auch in meiner Bewertung ausgewirkt hätte, aber ich wollte ja das Produkt bewerten, nicht den Shop, der es vertreibt.

Mittlerweile kann ich also auf ca. 10l Spuckerfahrung mit dieser Substanz zurückgreifen und möchte deshalb auch kurz von dieser Erfahrung gebrauch machen und das Produkt mal einem ganz anderen Produkttest unterziehen.

Hier das Ergebnis meines Votings:

grünes Pluszeichen ein sehr milder Geschmack
grünes Pluszeichen sehr geringe Anteil an Aromaten (> 0,15 %)
grünes Pluszeichen hoher Flammpunkt > 65°C
grünes Pluszeichen der Absolut unschlagbare Preis (5l für nur 14,50 EUR)
rotes Minuszeichen nicht universell einsetzbar (funktioniert nicht gut mit Fackeln zum Feuerspucken, hier ist einfach gereinigtes Petroleum besser geeignet)
rotes Minuszeichen brennt auch wenn der Bart lang genug ist

Für mich kommt in absehbarer Zeit wohl nichts mehr Anderes in Frage.

Achja, für die Leute, die es mir ausreden wollen, da ich ja ein sehr hohes Risiko eingehe: die Risikien/Gefahren und Nebenwirkungen (ein eigender Blogbeitrag hierzu kommt in den nächsten Tagen) sind mir bestens bekannt (zwei Freunde hatten eine chemischen Lungenentzündung durch das Einatmen von Pyrofluid), die im schlimmsten Fall zum Tod führt. Dennoch werde ich damit weiter machen und das Risiko durch Routine und Training minimieren.

Alle Bilder entstanden mit freundlicher Genehmigung aus Bildern der Firma STUGA-CABAÑA Versandhandel Dortmund

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2 Kommentare zu “AIDA – Ein Traum zum Feuerspucken”

  1. olaf Schrieb

    oO….wie heisst es doch da so shcön…was nicht umbringt härtet ab?!….na dann weiterhin viel spass dabei…

    und hey…ich kann sagen das es schon arg spektaku(uh)lär ausschaut…

  2. Anne Schrieb

    ja… das mit dem brennenden Bart kann ich bestätigen ;-)

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